Danke, Kamera! :)

05.08.2015

Soll man seine  mit „Neuland“ beladene Hüften vom Sofa schwingen oder passt es gerade (mal wieder) nicht?
Die Frage stellt sich nicht mir, aber direkt meinem inneren Schweinehund – dem Faulpelz „per se“…

Er: Hast du was gesagt?

Ich (seufzend, mit der Kirche ums Dorf…): Danke, dass ich diese liebenswürdige Frage überhaupt stellen darf ihr zahlreichen Kilos an Weihnachtsplätzchen & Co. vom letzten und den vergangenen Jahren. Ich kann euch heute kaum noch auseinanderhalten, ihr seid so groß geworden!

Er (belustigt): Sprichst du wieder mit unschuldigen Keksen?

Ich:  … zumindest solltest DU es mal gehört haben

Er (Ohren zuhaltend): lalala …

Ich (schnippisch): Da isser ja wieder! Beweg dich gefälligst bis die Schwarte kracht, Fettmoppel! Und wenn du schon dabei bist, kannst du mich gleich ins Schlepptau nehmen. Was musstest du dir auch ausgerechnet meinen Körper als Gastwirt aussuchen?? Ich sags ja nicht gern. Aber du bist echt ein schlimmer Hund!

Jedes DU MUSST zieht immer ein ABER und diverse Konjunktive nach sich

Ich (kleinlaut, um eine gefestigte Überzeugung ringend): Ich würde ja echt gern wollen und müsste es eigentlich auch …

Er (meinen Satz beendend): … aber da draußen hat es über 30 Grad und unser Aufzug musste ausgerechnet GERADE heute in der Stunde der Entscheidungsfindung ausfallen, das ist hart!

Ich (besserwissend): Irgendwas ist doch immer, ganz besonders dann, wenn du deinen Hintern heben sollst. Nicht wahr? Dein Ausredengenerator dreht sich mal wieder schneller je mehr Notwendigkeit dahinter steht, hm!

Er: Bei mir dreht sich im Moment nur der leere Magen.
Kochst du heut noch was Schönes?

Ich (kurz nachgiebig): Ok ok, wir reden hier schließlich nicht von zwei harmlosen Treppchen, die man ohne besagten Aufzug locker herunter und später wieder herauf hüpfen kann, sondern von sage und schreibe sieben (7) nach oben hin nicht enden wollenden Etagen, was quasi einer Besteigung des Mount Everest gleichkommt. Und so ein Vorhaben muss natürlich gut organisiert sein.

Er: Eben!

Ich (energischer werdend): Da will man einmal stark und der Bestimmer sein und muss sich so ins Gewissen reden lassen! Ich werde doch wohl noch mit einer vorlauten, inneren Stimme – äh – einem ausgewachsenem Schweinehund fertig? Das Sofa ist außerdem m e i n Territorium und es ist noch immer ernst gemeint wenn ich meine, dass man an die Luft muss.
Naja, meistens jedenfalls.

Die Entscheidungshilfe der technischen Art zog mich längst in ihren Bann.
Da meine Kamera allein durch ihre Präsenz an ihren nächsten Einsatz erinnerte und das Objektiv mit seinem Einauge schon wieder so „liebäugelig“ in meine Richtung sah, wurde der Spaziergang zu guter Letzt positiv entschieden. Ihretwegen.

Egal, geht doch. 🙂

Bin ich froh, dass ich sie habe – meine Kamera – und sie mich immer wieder vom Sofa holt. (*)

Er (… blablabla…): Aber das Restrisiko, später nur bis zur völligen Verausgabung in die 7. Etage zurück nach Hause zu gelangen oder schlimmstenfalls nicht mehr ohne fremde Hilfe, bleibt.

Ich (*§“!!&%*): Schleich dich, Schwarte!
Nebenbei, heute Abend gibt es übrigens Schnitzel.

Das man aber immer erst fremde Hilfe braucht, um etwas für seine Gesundheit zu tun! Dabei kann das Leben so einfach sein, wenn man sich einmal klar entschieden und überwunden hat. Dann hat der Schweinehund Sendepause und liegt nicht faul auf dem Sofa herum. Er muss dann halt mit an die frische Luft – oder ich – je nachdem, wie man es betrachtet. Ich will ja nicht lästern. Aber ihm tut es gut.

(*) Übrigens, der Aufzug war nach dem Foto-Spaziergang wieder flott, so dass ich ohne größere Blessuren und Atemnot ganz allein bis zu meinem Sofa gekommen bin, wobei das Sofa natürlich mehr symbolisch steht für einen Feierabend ohne Pflicht und Termin .

Schweinehund

Postkarte, Fotograf unbekannt
(So ungefähr kann man sich manchmal das Größenverhältnis des inneren Schweinhundes gegenüber der eigenen Person vorstellen. Natürlich ist es in meinem Fall die meiste Zeit umgekehrt …. 😉 So lange ich noch drüber hinweg sehen kann, habe ich alles unter Kontrolle!) 😉

 

Und, hat sich mein Aufstehen für einen kleinen Spaziergang mit meiner Kamera gelohnt?


 

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